Eine Wassermelone zeigt, anders als eine Tomate oder ein Kürbis, keine deutliche Farbveränderung, wenn sie reif ist. Die Schale bleibt größtenteils grün, auch wenn die Frucht längst erntereif ist. Dennoch gibt es ein paar zuverlässige Anzeichen, an denen man den richtigen Zeitpunkt erkennt. Erntet man zu früh, ist die Frucht fade und wässrig. Erntet man zu spät, wird sie mehlig und verliert an Geschmack. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie achten müssen und wann genau die Erntesaison in Deutschland ist, damit Sie später keine enttäuschende Melone auf dem Tisch haben.
4 Anzeichen, dass Ihre Wassermelone reif ist
- Der Bodenfleck verfärbt sich. Die Stelle, an der die Frucht auf dem Boden liegt, wechselt von weiß oder hellgrün zu einem buttergelben Farbton. Ist diese Stelle noch weiß? Dann muss die Melone noch weiterwachsen und Sie sollten besser noch nicht ernten.
- Die Ranke am Stiel vertrocknet. Sobald die Ranke direkt an der Frucht braun und trocken wird, ist das eines der stärksten und zuverlässigsten Reifezeichen.
- Der Klang verändert sich. Klopfen Sie mit den Fingerknöcheln auf die Melone. Hören Sie einen hohlen, dumpfen Klang, wie ein sanftes Platschen? Dann ist sie reif. Klingt es hoch und metallisch? Dann müssen Sie noch etwas Geduld haben.
- Das Gewicht fühlt sich schwer an. Eine reife Wassermelone fühlt sich schwerer an, als man auf den ersten Blick erwarten würde, da der Wassergehalt dann am höchsten ist. Heben Sie die Frucht also immer kurz an, bevor Sie ernten; eine leichte Melone für ihre Größe ist meist noch nicht reif.
Wann ist die Erntesaison in Deutschland?
Wassermelonen benötigen eine lange, warme Periode zum Reifen: etwa 70 bis 85 Tage mit Tagestemperaturen zwischen 20 und 26 Grad und Nächten über 18 Grad. Unser Klima ist dafür nur einen Teil des Jahres geeignet, etwa von Mai bis September. Wenn Sie natürlich einen guten Sommer haben. Daher findet die Ernte in deutschen Gemüsegärten meist von Ende August bis Ende September statt und manchmal etwas später bei einem warmen, langen Spätsommer. Wenn Sie selbst säen, wählen Sie vorzugsweise kleinfruchtige Sorten, auch Icebox-Sorten genannt. Diese benötigen weniger Zeit zum Reifen und passen daher besser zu unseren kürzeren, kühleren Sommern als die großen Sorten aus ursprünglich wärmeren Ländern. Ein Gewächshaus oder Tunnel spendet zusätzliche Wärme und erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Ernte erheblich, besonders in einem wechselhaften Sommer.
Sie sind sich unsicher, welche Sorte am besten zu Ihrem Garten oder Gewächshaus passt? Sehen Sie sich unser Angebot an Melonensamen für kompakte, frühe Sorten an, die für das deutsche Klima geeignet sind.
Häufig gestellte Fragen
Kann eine Wassermelone nach der Ernte noch nachreifen?
Nein, im Gegensatz zu beispielsweise Tomaten reift eine Wassermelone nicht mehr nach, nachdem sie von der Pflanze genommen wurde.
Warum bleibt meine Wassermelone klein und wächst nicht weiter?
Oft aufgrund von zu wenig Wärme oder unregelmäßiger Bewässerung. Wassermelonen benötigen viel Sonne und gleichmäßige Feuchtigkeit, um gut zu wachsen.
Ist eine Wassermelone mit einem weißen Bodenfleck noch essbar?
Ja, aber sie ist dann noch nicht am süßesten. Warten Sie, wenn möglich, bis die Stelle gelb wird, um das beste Ergebnis zu erzielen.
Wie viele Wassermelonen gibt eine Pflanze durchschnittlich?
Meist 2 bis 4 Früchte pro Pflanze, abhängig von der Sorte und den Wachstumsbedingungen.





Aktie:
Grüne Bohnen lagern: einfrieren oder in Essig einlegen
Geschenkleitfaden: Die besten Gemüsegarten-Geschenke für den Herbst