Samen zaden aus der eigenen Ernte zu gewinnen, ist kostenlos, macht Spaß und liefert Pflanzen, die immer besser an den eigenen Garten angepasst sind. Nicht jedes Gemüse ist gleichermaßen einfach, aber Tomaten, Zucchini und Bohnen sind ideal für den Anfang. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Samen pro Kultur ernten, reinigen und trocknen und wie Sie sie dann für die nächste Saison richtig aufbewahren.
Wichtig vorab: Wählen Sie die richtigen Pflanzen
Gewinnen Sie Samen nur von samenfesten Sorten, nicht von F1-Hybriden. Samen von F1-Pflanzen ergeben oft ein unvorhersehbares Ergebnis, das der Mutterpflanze nicht ähnelt. Auf dem Original-Saatgutbeutel steht meist, ob es sich um eine samenfeste Sorte oder eine F1-Hybride handelt. Wählen Sie außerdem immer Ihre gesündesten, stärksten Pflanzen als Samenlieferanten – so selektieren Sie unbewusst auf gute Eigenschaften. Unsere gesamte Samenkollektion ist biologisch und samenfest, sodass Sie damit immer richtig liegen.
Tomatensamen ernten (mit Fermentation)
Tomatensamen befinden sich in einer geleeartigen Schicht, die die Keimung hemmt. Diese entfernen Sie durch eine kurze Gärung:
- Schneiden Sie eine reife Tomate auf und drücken Sie die Samen mit dem Fruchtsaft in ein Glas.
- Geben Sie einen Schuss Wasser hinzu und lassen Sie es 2–4 Tage bei Zimmertemperatur stehen. Es bildet sich eine Schimmelschicht – das ist gewollt.
- Spülen Sie die Samen danach in einem Sieb gut unter fließendem Wasser sauber. Die guten Samen sinken, das Fruchtfleisch schwimmt weg.
- Breiten Sie sie auf einem Teller oder Kaffeefilter aus (nicht auf Küchenpapier, daran kleben sie fest) und lassen Sie sie an einem luftigen Ort vollständig trocknen.
Zucchini- und Kürbiskerne ernten
Lassen Sie eine Zucchini dafür gut ausreifen – viel länger und größer, als Sie sie essen würden, bis die Schale hart ist. Bei Kürbissen ernten Sie die Samen einfach beim Reinigen einer reifen Frucht.
- Schneiden Sie die Frucht auf und schöpfen Sie die Samen heraus.
- Spülen Sie sie in einem Sieb sauber und entfernen Sie Fasern und Fruchtfleisch.
- Lassen Sie sie auf einem Teller einige Wochen trocknen, bis sie hart sind und nicht mehr biegen.
Achtung: Zucchini und Kürbis kreuzen sich leicht mit anderen Kürbisgewächsen. Stehen mehrere Arten dicht beieinander, kann die neue Generation überraschende Ergebnisse liefern.
Bohnen ernten (die einfachsten)
Bohnen sind der ideale Start. Sie lassen einfach einen Teil der Schoten an der Pflanze vollständig ausreifen:
- Lassen Sie die Schoten an der Pflanze, bis sie braun, trocken und raschelnd sind.
- Pflücken Sie sie und pulen Sie die Bohnen heraus.
- Lassen Sie die Bohnen noch 1–2 Wochen an einem trockenen Ort nachtrocknen, bevor Sie sie aufbewahren.
Eine Bohne ist gut trocken, wenn sie hart ist und nicht mehr mit dem Fingernagel eingedrückt werden kann.
Gutes Trocknen ist die halbe Miete
Unzureichend getrocknete Samen schimmeln während der Lagerung. Die Faustregel: Ein Samen ist trocken genug, wenn er bricht, anstatt sich zu biegen. Trocknen Sie Samen immer an einem luftigen, sonnenabgewandten Ort und niemals im Ofen oder auf der Heizung – zu viel Wärme tötet den Keim.
Und danach: gut aufbewahren
Selbstgewonnene Samen sind nur etwas wert, wenn Sie sie danach gut aufbewahren. Verpacken Sie sie trocken, kühl und dunkel und notieren Sie immer die Art, die Sorte und das Erntejahr. Lesen Sie die vollständige Anleitung in der vollständigen Anleitung zum Aufbewahren von Samen und sehen Sie in der Aufbewahrungstabelle, wie lange Ihre selbstgewonnenen Samen haltbar sind.
Wenn Sie Ihre eigenen geernteten Samen übersichtlich aufbewahren möchten, ist die Feggies Samenaufbewahrungsbox PRO perfekt dafür: Jede Sorte erhält ein eigenes Glasröhrchen mit Jahreszahl, trocken und dunkel gelagert. Für einen einfachen Start können Sie auch die Feggies Original Samenaufbewahrungsbox mit praktischen Kassetten nutzen.
Häufig gestellte Fragen
Von welchem Gemüse kann ich am einfachsten selbst Samen gewinnen?
Bohnen, Erbsen, Tomaten und Paprika sind am einfachsten, da sie sich selbst befruchten und wenig kreuzen. Zucchini, Kürbis und Gurke kreuzen sich schneller und erfordern etwas mehr Aufmerksamkeit.
Muss ich Tomatensamen wirklich fermentieren?
Es ist nicht unbedingt notwendig, aber die Gärung entfernt die keimhemmende Gelschicht und bekämpft Krankheiten. Sie erhalten dadurch sauberere Samen und eine bessere Keimung.






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